Wie Design die Hyperkonsumgesellschaft in eine reduktive Moderne bewegen kann
Die moderne Gesellschaft ist zu einer Gesellschaft des „Alles immer“ geworden, die vom übermäßigen Konsum geprägt ist. Diese Entwicklung hat zu ökologischer und gesellschaftlicher Überbelastung geführt. Neben anderen Faktoren nimmt auch Design Einfluss darauf, welche Werte Produkten und Dienstleistungen zugeschrieben und wie sie konsumiert werden. Wenn Design das Problem mitverursacht, kann es auch zur Lösung werden. Dafür muss es sich zu einer sozialen und ökologischen Designform entwickeln: dem Social Ecodesign. In meiner Masterthesis habe ich mich mit dem Ist-Zustand, der Hyperkonsumgesellschaft, ihren gelebten Werten und dem Ursprung ihres Daseins auseinandergesetzt und einen Soll-Zustand erarbeitet, der für die reduktive Moderne steht, die durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen entstehen kann. In diesem Zusammenhang ist eine Kriteriensammlung entstanden, die die Designschaffenden auf ihrem Weg in ein nachhaltiges und soziales Design unterstützen kann. Durch Einbindung der Handlungsanweisungen wird Social Ecodesign zum aufklärenden Medium, das der Gesellschaft den wahren Wert von Dingen wieder näherbringt und mit ihr gemeinsam nachhaltige, resiliente als auch zukunftsorientierte Konzepte gestaltet. Es erschafft neue Visionen, die die Gesellschaft schrittweise zum Wandel motivieren. Design schafft keine Produkte mehr, sondern Lösungen, die zu einem gesellschaftlichen Wertewandel führen können, der wiederum die Gesellschaft in eine reduktive Moderne bewegen kann.
Master
2017
Betreut von:
Prof. Dr. Sabine Foraita
Prof. Andreas Schulz